UV-Platinenbelichtungsgerät

Bisherige Belichtungsmethode

Bisher stelle ich meine Platinen nach dem Belichtungsverfahren mit Hilfe eines Baustrahlers mit 500 Watt her. Bei einem Abstand zwischen Strahler und Platine von etwa 30 cm gelangen mir bei run 10 Minuten Belichtungszeit die besten Ergebnisse. Diese Belichtungsmethode ist etwas unpraktisch, da jedes mal der Strahler irgendwo befestigt werden muss, so dass er in einem definierten Abstand auf die Belichtungsmaske und das fotobeschichtete Platinenmaterial scheint. Dieser Aufbau bedarf immer einer gewissen Vorbereitung, außerdem wird das Platinenmaterial beim Belichten relativ heiß.

Aus diesen Gründen habe ich bereits seit Längerem im Internet nach kleineren selbstgebauten Belichtungsgeräten gesucht und verschiedenste Konstruktionen gesehen. Viele nutzen UV-Lichtquellen zu Belichtung. Dazu kommen meistens UV-Leuchtstofflampen, seltener UV-LEDs zum Einsatz. Die UV-Lampen werden häufig aus Gesichtsbräunern oder ähnlichen Geräten ausgebaut.

Umbau eines Lichthärtegeräts

 ACHTUNG:  Da es sich um ein Gerät handelt, das mit Netzspannung betrieben wird, sollte man besser wissen was man tut!

UV-Lampe Nahaufnahme

Die verwendeten UV-Leuchtmittel

Für meine Konstruktion habe ich mir über eBay ein Lichthärtegerät für rund 10 € besorgt, mit dem normalerweise Nagellack gehärtet wird. In diesem Gerät sind 4 Lampen à 9 Watt verbaut, es hat einen Dauerleuchtmodus und einen 2-Minuten-Timer. Auf den Lampen ist eine Wellenlänge von 365 nm angegeben. Dieses Gerät habe ich dann im Folgenden zu einem Platinenbelichter umgebaut.

Zunächst habe ich die Lampen und die Elektronik aus dem Originalgehäuse aus- und in eine Holzkiste mit Deckel aus dem Baumarkt eingebaut. Dabei habe ich die Lampenfassungen wiederverwendet und die Lampen anders angeordnet (alle in einer Ebene). Über den Lampen liegt eine Glasscheibe von einem 13 x 18 cm Fotobilderrahmen. Der Anstand zwischen den Lampen und der Glasscheibe beträgt etwa 2-3 cm. Im Deckel der Holzkiste habe ich ein rechteckiges Stück Schaustoff befestigt, der das Platinenmaterial beim Schließen des Deckels an die Glasscheibe andrücken und fixieren soll. Ein Verschluss mit einem kleinen Haken sorgt dafür, dass sich der Deckel fest schließen lässt.

Die Elektronik habe ich unangetastet gelassen, das bedeutet die Belichtungsdauer muss vorerst manuell eingehalten werden und die Lampen von Hand ein- und ausgeschaltet werden. Die Bedienelemente konnte ich praktischerweise genau so in die Grifföffnung der Holzkiste einbauen, dass sie vor Beschädigung oder versehentlichem Betätigen geschützt sind.

Die Materialkosten belaufen sich insgesamt auf knapp 20 €, was nicht viel ist wenn man bedenkt welch edles Holzgehäuse man dafür bekommt.

Ergebnisse

Ersten Versuchen nach sind mit diesem neuen Belichtungsgerät Belichtungszeiten zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten geeignet. Ich stelle meine Belichtungsmasken mit einem Laserdrucker auf bedruckbarer Folie her. Da dieser Druck aber leider nicht sehr lichtdicht ist, versuche ich die Belichtungszeit generell so kurz wie möglich zu halten. Idealerweise sollte sie so lang sein, dass sich der Fotolack im Entwicklerbad an den komplett transparenten Stellen der Folie gerade so auflöst, damit er an den bedruckten Stellen möglichst nicht löchrig wird.

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