Tiefziehen

Ein zweites Leben für Quarkbecher

Auf das Verarbeitungsverfahren des Tiefziehens bin ich im Internet gestoßen und es hat mich sofort interessiert das selbst auszuprobieren. Technisch ist es nicht so anspruchsvoll, man braucht nur einen Art Vakuumtisch, an den man einen Staubsauger anschließt, eine Heißluftpistole und entsprechende Kunststoffe. Wie ich das umgesetzt habe, seht ihr am besten im Video:

Verwendungsmöglichkeiten für die so hergestellte Teile gibt es viele, ich dachte vorallem an kleine Chassisteile, Abdeckungen, Gehäuse etc..

Da ich etwa in der gleichen Zeit entdeckt habe, wie man den Recycling-Code auf den verschiedensten Verpackungen decodiert (siehe Wikipedia Artikel), bin ich auf die Idee gekommen die aus Polystyrol bestehenden Quarkbecher (zumindest zum Ausprobieren) als Materialquelle zu benutzen.

Der Quarkbecher muss übrigens vorher m.H. einer Heißluftpistole zusammengeschrumpelt werden und kann nicht direkt verwendet werden. Der Kunststoff ist sonst zu dünn und steht wahrscheinlich auch unter Spannung, jedenfalls reißt er sonst beim Tiefziehen. Geschrumpelte Verpackungsteile lassen interessante Rückschlüsse auf die Fertigung zu. Sahnebecher werden wohl aus einem runden Rohling tiefgezogen oder aber nachträglich ausgestanzt…

Ich habe auch schon Versuche mit dünnerem Material gemacht, d.h. etwa 0,8 Millimeter. Das funktioniert gut, man muss nur darauf achten den Kunststoff nicht zu sehr zu erhitzen, weil er sonst durch die Saugkraft Löcher bekommt bzw. zerreißt. Da muss man die optimale Temperatur durch experimentieren ermitteln.

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