3D-Drucken

Der Reiz des 3D-Druckens liegt für mich darin, dass ich mir beim Bauen von Robotern oder anderen Basteleien häufig spezielle Konstruktionselemente wünsche, die sich auf diese Weise elegant herstellen lassen. Häufig ist es nicht notwendig diese Teile aus Metall zu fertigen, so dass gedruckte Platikelemente eine gute Lösung darstellen.

Wahl des Druckers

Anet A8 fertig eingerichtet

Anet A8 fertig eingerichtet

Ich bin bereits im Rahmen eines Studentenjobs mit 3D-Druckern in Berührung gekommen und konnte dort schon Erfahrungen sammeln. Allerdings handelte es sich bei diesen Druckern um Modelle, die etwa 1000 bis 2000 Euro kosten, so dass sie für mich privat erst einmal nicht in Betracht kamen. Erst kürzlich habe ich erfahren, dass es mittlerweile schon relativ erschwingliche Bausätze für 3D-Drucker gibt und habe mich daher ein bisschen umgesehen. Nach längerer Zeit der Recherche und Vergleiche von verschiedensten Modellen, habe ich einen in China hergestellten Bausatz für den sogennanten Anet A8 Drucker ins Auge gefasst. Dieser Drucker ist ein Klon des relativ bekannten quelloffenen Prusa i3 FDM-Druckers. Neben dem günstigen Preis hat der Anet A8 den Vorteil, das es im Internet eine große Community und somit zahlreiche Verbesserungen und Modifikationen sowie viel Erfahrung gibt. Diesen Anet A8 Bausatz habe ich mir dann für rund 160 Euro bestellt.

Informationen rund um den Aufbau und Betrieb des Druckers finden sich viele im Internet, folgende Seiten haben sich für mich als hilfreich erwiesen:

Im Allgemeinen muss man beachten, dass man bei diesem Bausatz für den Preis kein rundum-sorglos-Paket bekommt. Ich war zwar insgesamt positiv überrascht von der Qualität und Stabilität der Konstruktion, aber natürlich kann der Drucker nicht überall ganz mit Spitzenmodellen mithalten. Sofern man allerdings bereit ist sich etwas eingehender mit potentiellen Problemen und Verbesserungsmöglichkeiten zu befassen, kann man sehr gute Ergebnisse erzielen.

Aufbau des Druckers

Anhand von Videoanleitungen konnte ich den Bausatz problemlos zusammenbauen. Dies hat mich einen vollen Nachmittag gekostet, nochmal einen halben Tag kann man einrechnen bis alles so fertig eingerichtet ist, dass man mit dem Drucken beginnen kann. Im Großen und Ganzen funktionierte der Drucker auf Anhieb, lediglich die rechte Seite der Z-Achse war anfangs sehr schwergängig. Nachdem ich die Schrauben der Trapezspindelmutter etwas gelockert hatte lief diese Achse wesentlich leichter. Das Lockern der Schrauben hat aber nicht zu einem feststellbaren Spiel in der Z-Achse geführt.

Ansteuerung über OctoPrint-Server

Weil ich den 3D-Drucker nicht direkt neben meinem Schreibtisch mit dem Computer stehen habe und die Bedienung des Druckers über das kleine eingebaute Display auf Dauer anstrengend ist habe ich mich dafür entschieden einen OctoPrint-Server zu benutzen. Dafür wird der Drucker per USB-Kabel an einen Raspberry Pi angeschlossen (bei mir ein ungenutzter Raspberry Pi 1) und die fertige Distribution OctoPi auf der Speicherkarte installiert. Der Raspberry Pi muss außerdem mit dem Netzwerk verbunden werden. Dann lässt sich der 3D-Drucker künftig sehr komfortabel über ein Webinterface unter der Adresse octopi.local bedienen und der Fortschritt des Drucks überwachen. Ich habe diese Ansteuerung bereits nach wenigen Drucken liebgewonnen und kann sie nur weiterempfehlen.

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